Das Spiel Assassin's Creed ist derzeit in aller Munde. Was ich dabei mitbekommen habe, handelt es sich um ein Spiel, welches die Spielergemeinde spaltet: Die einen finden es grandios und kaufen es wie verrückt (Platz 1 der deutschen Verkaufscharts gleich in der ersten Woche nach der Veröffentlichung am 10. April 2008), die anderen finden es langweilig und einen Grafikblender. Ich persönlich gehöre zu der ersten Gruppe und möchte hier von meinen Eindrücken berichten. Daher soll nun auch kein objektives Review folgen - im Gegenteil!
Altair is posing
Die Vorfreude
Zum ersten Mal habe ich etwas von Assassin's Creed in der Zeitschrift Gamestar gelesen. Doch damals war es eine Preview von vielen. Erst, als der Test herauskam und auf der beigelegten DVD Videos rund um das Spiel zu sehen waren, bin ich richtig aufmerksam geworden. Was ich da gesehen habe war faszinierend:
Natürlich habe ich mir auch die Kritik der Tester am Spiel angehört, doch auch drohende Wiederholungen und leichte Kämpfe haben mich nicht davon abgebracht Assassin's Creed bei Amazon vorzubestellen, um es pünktlich nach der Veröffentlichung spielen zu können.
Der erste Einduck
Es war soweit: Das Spiel war da und wurde sofort installiert. Man sollte noch 6 GB Platz auf seiner Festplatte haben, denn soviel benötigt Assassin's Creed. Ein wenig Gedult mitbringen (15 Minuten) und das Erlebnis kann beginnen.
Zu erst bekommt man ein wunderschönes Intro mit einem Attentat von Altair (der zu steuernde Hauptcharakter) zu sehen. Hier sieht man auch schon die geschmeidigen Animationen der Menschen, besonders Altair: weglaufen, umrempeln, klettern, springen und kämpfen. Das Tolle ist: diese Bewegungen kann man genau so spielen!
Im Hauptmenü angekommen wird ein neues Profil angelegt. Die Grafikoptionen sollte man erst einmal auf den automatisch eingestellten Werten belassen und später im Spiel anpassen, falls es ruckelt. Auch die Steuerung sollte zunächst unangetastet bleiben bis man das Tutorial durchgespielt hat und alles kennt.
Nach dem Start wird man in die Geschichte eingeführt und bekommt in einem Tutorial die grundlegende Steuerung beigebracht. Was ich auch sehr interessant fand, ist die Möglichkeit zu Beginn des Spiels kurz mit allen Waffen und Fähigkeiten spielen zu dürfen, bevor man sie (begründet) wieder weggenommen bekommt. Danach habe ich mich immer wieder darauf gefreut nach einer gelungenen Mission eine Fähigkeit oder Waffe wieder zu bekommen. Somit hatte ich einen ersten Eindruck, der mich dazu veranlasst hat unbedingt weiter zu spielen.
Altair is attacking
Die Hauptelemente
Ist man einmal in der Geschichte drin, so darf man sich nicht daran stören, dass sich vieles wiederholt: in die Stadt des Attentats reisen, Vorbereitungen erledigen, Verbindungsmann besuchen, Attentat begehen, fliehen und zum Meister zurückkehren. Dieser Ablauf ist bei allen neun zu erledigenden Morden gleich. Jedoch verteilt sich das Ganze auf drei Städte mit jeweils drei verschiedenen Stadtteilen, der Schwierigkeitsgrad nimmt stetig zu - die eigenen Fähigkeiten jedoch auch - und die jeweilige Geschichte hinter dem Auftrag ist natürlich immer anders.
Ich finde, Assassin's Creed ist ein Spiel, welches man bewusst spielen sollte. D.h., es ist wichtig sich die Dialoge genau anzuhören und mitzudenken, man sollte alle Vorbereitungsaufgaben machen auch wenn sie nicht alle für das Weiterkommen wichtig sind, jedoch für das Verständnis! Ich denke, wer einfach nur hintereinanderweg alles abarbeitet, der findet das Spiel sicherlich schnell langweilig. Wenn man sich aber Zeit lässt, die Landschaften und Städte etwas länger erkundet, die gesamte Story nachvollzieht und dieses Spiel eher als interaktiven Film sieht, dann wird man bis zum Finale Spaß daran haben.
Und so habe ich mich immer wieder gefreut auf Türme zu klettern, dabei Altair in seinen perfekten Bewegungen zu beobachten, ganz oben den Ausblick zu genießen und anschließend in einem tollkühnen Sprung wieder nach unten zu gelangen. Auch das Kämpfen ist zwar recht simpel, aber gut anzusehen: Am besten in Verteidigungsstellung gehen und auf Angriffe warten, die man dann mittels Konter spektakulär beendet. Und zwischendurch kann man ganz in GTA-Manier durch die Stadt schlendern - oder besser noch: über die Dächer rennen.
Die Moderne
Am gelungensten finde ich die Verbindung von Mittelalter und Sience-Fiction. Denn alles was im Mittelalter spielt ist eigentlich nur eine Erinnerung eines der Nachkommen von Altair: Desmond Miles. Dieser liegt in einem speziellen Gerät (Animus) und erinnert sich durch Informationen in seiner DNA an die Vergangenheit. Somit lassen sich nicht nur die verschiedenen Spielelemente wie Karte (Synchronisation mit der Umgebung) oder die Lebensernergie von Altair (Erinnerung synchron/nicht mehr synchron) erklären, auch die Story ist dadurch interessanter als wenn man einfach nur ein Mittelalterspiel hätte.
Wie ich gelesen habe soll Assassin's Creed eine Trilogie werden. Man darf also nicht enttäuscht sein, wenn am Ende des Spiels noch viele Fragen offen bleiben. Die Mittelaltergeschichte scheint abgeschlossen, die Gegenwart jedoch noch nicht! Was mir jedoch ein wenig geholfen hat einige mir bis dahin unerklärliche Dinge zu verstehen, war ein Artikel, der das Ende erklärt (siehe Links). Aber Achtung! Wer noch nicht durchgespielt hat und sich das Erlebnis nicht zerstören möchte, der sollte diesen Artikel erst später lesen. Auf alle Fälle freue ich mich jetzt schon auf die Fortsetzungen. Mal sehen in welchem Zeitalter man dann spielen darf!
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